Rund 9,5 Millionen Erwachsene in den USA haben 2025 mindestens einmal Psilocybin, MDMA oder LSD mikrodosiert. Das entspricht etwa 3,7 Prozent der erwachsenen US-Bevölkerung. Zu diesem Ergebnis kommt eine Auswertung des 2025 RAND Psychedelics Survey, für den 10.122 Erwachsene ab 18 Jahren in einer probabilistischen, national repräsentativen Stichprobe befragt wurden. Die Befragung wurde zwischen dem 9. September und 1. Oktober 2025 durchgeführt.
Psilocybin war die am häufigsten konsumierte der insgesamt elf erfassten Substanzen. Die Forscher schätzen, dass rund 11,1 Millionen Erwachsene im vergangenen Jahr Psilocybin verwendeten. Es folgten MDMA beziehungsweise MDA mit rund 4,7 Millionen, Amanita muscaria (Fliegenpilz) mit etwa 3,5 Millionen, Ketamin mit rund 3,3 Millionen und LSD mit knapp 3 Millionen Konsumenten. Die Angaben beruhen auf Selbstauskünften und wurden mithilfe von Bevölkerungsgewichten auf die erwachsene US-Bevölkerung hochgerechnet.
Unter den Erwachsenen, die im vergangenen Jahr Psilocybin konsumierten, hatten nach den Angaben der Befragten 69 Prozent mindestens einmal in diesem Zeitraum mikrodosiert. Bei MDMA waren es 65 Prozent und bei LSD 59 Prozent. Damit ist allerdings nicht gemeint, dass diese Personen regelmäßig mikrodosierten: Erfasst wurde, ob an mindestens einem Tag eine als Microdose definierte Menge eingenommen wurde.
Für Psilocybin schätzen die Forscher insgesamt rund 216 Millionen Konsumtage innerhalb eines Jahres. Etwa 102 Millionen davon – rund 47 Prozent – entfielen auf Microdosing. Bei MDMA wurden rund 62,5 Millionen Konsumtage geschätzt, davon etwa 26,5 Millionen Microdosing-Tage. Bei LSD waren es rund 21 Millionen Konsumtage, von denen etwa 8,6 Millionen auf Microdosing entfielen.
Die rund 9,5 Millionen Microdoser sind dabei nicht mit den 11,1 Millionen Psilocybin-Konsumenten gleichzusetzen. Die erste Zahl bezeichnet Personen, die mindestens eine der drei Substanzen – Psilocybin, MDMA oder LSD – mikrodosierten. Die zweite Zahl umfasst dagegen alle Personen, die Psilocybin konsumierten, unabhängig von der Dosierung. Von den geschätzten 9,5 Millionen Microdosern hatten zudem rund 16 Prozent mehr als eine der drei Substanzen mikrodosiert.
RAND verwendet in der Untersuchung einen weit gefassten Begriff psychedelischer Substanzen, der neben klassischen Psychedelika wie LSD, Psilocybin und 2C-B auch MDMA, Amanita muscaria und Ketamin einschließt. Die Autoren weisen zugleich darauf hin, dass die Erhebung keine Aussagen über die Wirksamkeit oder gesundheitlichen Auswirkungen des Microdosings erlaubt. Zudem wurde Microdosing nur für Psilocybin, MDMA und LSD detailliert abgefragt.