Wir möchten die gesellschaftliche Debatte über Psychedelika entstigmatisieren und neue Wege für therapeutische, kreative und spirituelle Entwicklungen ermöglichen.
Die Psychedelia-Stiftung setzt sich für die wissenschaftliche, kulturelle und gesellschaftliche Erforschung von psychedelischen Substanzen ein. Unser Ziel ist es, Aufklärung, Ausbildung, Forschung und verantwortungsbewussten Umgang mit Psychedelika in Deutschland zu fördern.
Wir glauben, dass ein differenzierter und fundierter Diskurs über diese Substanzen essenziell ist, um ihr Potenzial für individuelle und gesellschaftliche Entwicklung zu verstehen und sinnvoll zu nutzen.
Die Psychedelia-Stiftung wurde von führenden Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur gegründet, die sich für eine ganzheitliche Betrachtung psychedelischer Kultur einsetzen.
Adjunct Professor an der Universität Ottawa im Masterstudiengang für Psychedelika und Bewusstsein. Facharzt für Anästhesiologie, Notfall- und Intensivmedizin mit langjähriger Erfahrung in der Akutversorgung und Schmerztherapie. Standortleiter der Rettungsstelle und Oberarzt der Klinik für Akut- und Notfallmedizin am Universitätsklinikum Neuruppin (UKRB).
Als Mitgründer der ersten Klinik für psychedelische Medizin in Deutschland ist er ein führender Experte für psychedelische Therapie und deren Integration in moderne medizinische und psychotherapeutische Konzepte.
Neben seiner klinischen Tätigkeit engagiert er sich in der Lehre, Forschung und der öffentlichen Aufklärung über Psychedelika. Er hält internationale Vorträge, gibt Workshops und ist als Berater für pharmazeutische Unternehmen, Klinikentwicklungen und wissenschaftliche Projekte tätig.
Kulturschaffender innerhalb der psychoaktiven Bewegung, Ethnopharmakologe und privater Drogenforscher. Berger entdeckte unter anderem die psychotropen Eigenschaften der heute in der Psychonautik beliebten Orchideengattung Dendrobium.
Markus Berger ist Schriftsteller und Autor von knapp 40 Büchern zur Ethnobotanik, Drogen- und Rauschkunde, darunter Band 2 der Enzyklopädie der psychoaktiven Pflanzen (mit Christian Rätsch). Er ist Autor der deutschen Standardwerke zu DMT und Ketamin sowie zahlreicher weiterer einflussreicher Fachbücher.
Für seine Arbeit an der Enzyklopädie der psychoaktiven Pflanzen erhielt Berger 2023 den Deutschen Gartenbuchpreis. Er ist zudem Chefredakteur des Magazins Lucys Rausch und Co-Verleger des Nachtschatten Verlags, des weltweit einzigen Verlags für Drogenkunde.
Dan Becker ist ein dynamischer Unternehmer, der mit 24 Jahren sein erstes Start-up gründete und sich durch seine Leidenschaft für innovative Geschäftsmodelle auszeichnet. Bereits früh entwickelte er ein tiefes Interesse an transformativen Zuständen des Geistes, die seine persönliche Entwicklung und Weltanschauung prägten – ein Weg, der ihn auch zur Mitgründung der Psychedelia-Stiftung inspirierte. Mit viel Engagement baute er sein Unternehmen, darunter die Cofana GmbH, von Grund auf auf, leitete anfangs alle Aufgaben selbst und führt heute ein zehnköpfiges Team sowie einen Laden in Berlin-Friedrichshain. Sein außergewöhnlicher Weg zeigt seinen Mut, neue Ideen zu verfolgen, und seine Fähigkeit, ein Team zu inspirieren.
Schon lange träumte er von einer Welt, in der Menschen, die sich für bewusstseinserweiternde Zustände interessieren, nicht stigmatisiert oder kriminalisiert werden – ein Anliegen, das ihn mit Markus Berger und Sergio Pérez zur Gründung der Stiftung bewegte. Innerhalb der Psychedelia-Stiftung bringt er seine unternehmerische Expertise ein, um Projekte voranzutreiben, die Aufklärung und verantwortungsvolle Ansätze fördern, und unterstützt die wissenschaftliche sowie kulturelle Erforschung psychedelischer Substanzen in Deutschland mit strategischem Denken und Innovationsgeist, um positive Veränderungen zu schaffen.
Neben dem Vorstand wirkt ein wachsendes Team mit Kompetenzen aus Wissenschaft, Psychologie, Kommunikation, Gestaltung und Organisation am Aufbau der Psychedelia-Stiftung mit.
Unser wissenschaftlicher Beirat vereint international anerkannte Fachleute aus Psychologie, Medizin und Forschung.
Dr. Monnica T. Williams ist zertifizierte und approbierte klinische Psychologin und Professorin an der School of Psychology der University of Ottawa, wo sie den Canada Research Chair in Mental Health Innovation and Equity innehat. Außerdem ist sie Clinical Director der Behavioral Wellness Clinics in Connecticut und Ottawa, wo sie Fachpersonen in evidenzbasierten Behandlungsverfahren supervidiert und fortbildet.
Ihre Forschung konzentriert sich auf die psychische Gesundheit von BIPoC, Kultur und Psychopathologie; sie hat dazu über 200 wissenschaftliche Artikel veröffentlicht. Aktuelle Projekte umfassen die Behandlung von Rassentrauma, die Verbesserung kultureller Kompetenz in der psychosozialen Versorgung und die Auseinandersetzung mit strukturellem Rassismus. Sie hatte zahlreiche Leitungs- und Herausgeberfunktionen in Fachgesellschaften und Fachzeitschriften inne, ist Mitglied des Scientific Advisory Board der International OCD Foundation, und ihre Arbeit wurde in führenden US-amerikanischen und kanadischen Medien vorgestellt.
Dr. Anne Katrin Schlag ist Chartered Psychologist und Leiterin der Forschungsabteilung bei Drug Science. Sie promovierte in Psychologie an der London School of Economics and Political Science und war anschließend als Lecturer am King’s College London tätig, wo sie ihre Expertise in den Bereichen Wissenschaft und Politik, Risikowahrnehmung, Risikomanagement und Risikokommunikation vertiefte. Sie hat Honorar- bzw. Ehrenpositionen sowohl am Imperial College London als auch am King’s College London inne.
In ihrer Rolle bei Drug Science leitet sie die Forschung der Medical Cannabis Working Group. Ihr Schwerpunkt liegt auf den Kontroversen rund um medizinisches Cannabis, der Verbesserung des Patientenzugangs sowie der Weiterentwicklung von Aufklärung und Kommunikation mit relevanten Stakeholdern. Aktuell arbeitet Dr. Schlag daran, die wissenschaftliche Evidenzbasis zu medizinischem Cannabis zu erweitern, unter anderem durch Patient-Reported Outcomes, Beobachtungsstudien (wie T21) und den Einsatz von Multi-Criteria Decision Analysis zur Bewertung von Nutzen und Sicherheit medizinischen Cannabis.
Dr. Ingmar Gorman ist approbierter Psychologe und unterstützt Menschen dabei, mit Angst, Depression, Trauma, Substanzkonsum sowie psychedelischen Erfahrungen umzugehen. Mit einem fundierten Verständnis für die besonderen Herausforderungen von Personen mit hoher internationaler Mobilität und von Führungskräften, das er aus beruflicher und persönlicher Erfahrung gewonnen hat, bietet Dr. Gorman passgenaue Unterstützung für Klient:innen mit komplexen Lebensrealitäten und Übergangsphasen.
Neben seiner Arbeit in der klassischen Psychotherapie gilt Dr. Gorman als anerkannte Führungspersönlichkeit im Bereich der psychedelisch unterstützten Therapie. Als Mitgründer von Fluence, einem führenden Anbieter für Fort- und Weiterbildung im Bereich Psychedelika, widmet er seine Arbeit der Ausbildung von Fachpersonen und der Weitergabe seiner Expertise an Klient:innen und Trainees.
Dr. Gorman bringt direkte klinische Forschungserfahrung aus seiner Tätigkeit als Site Co-Principal Investigator in einer von der FDA zugelassenen Phase-3-Studie zu MDMA-assistierter Psychotherapie bei posttraumatischer Belastungsstörung mit. Darüber hinaus war er Studientherapeut in derselben Studie sowie in einer weiteren wegweisenden klinischen Studie zu Psilocybin bei therapieresistenter Depression. Seine klinische Arbeit stützt sich auf eine umfangreiche Forschungs- und Publikationstätigkeit, unter anderem zu klassischen Psychedelika, Ketamin, MDMA sowie zu Psychedelic Harm Reduction und Integration.
Ausgebildet in New York City absolvierte Dr. Gorman seine klinische Ausbildung an der New School for Social Research, am Mount Sinai Beth Israel Hospital, an der Columbia University und am Bellevue Hospital. Im Anschluss vertiefte er seine Expertise im Rahmen eines NIH-Postdoktorandenstipendiums an der New York University.
Prof. Dr. Maja T. Izquierdo ist Universitätsprofessorin, transdisziplinäre Forscherin und Autorin, die an der Schnittstelle von indigenen Wissenssystemen, Psychedelika, transpersonaler Psychologie, Neuroarchitektur und amazonischem Kulturerbe arbeitet. In Belgrad geboren und zwischen dem Amazonasgebiet und dem Balkan aufgewachsen, verbindet sie ancestrales Wissen mit zeitgenössischen wissenschaftlichen und therapeutischen Ansätzen.
Sie ist Co-Autorin des ersten akademischen Buches über Psychedelika im Gebiet des ehemaligen Jugoslawien und Präsidentin des Wissenschaftlichen Beirats der National Association for Psychedelic Research in Serbia. Ihre Forschung integriert medizinische, anthropologische und philosophische Perspektiven und untersucht den Missbrauch und die kulturelle Aneignung amazonischer Pflanzenmedizin, insbesondere im Hinblick auf die Asháninka- und Awajún-Völker, von denen ihre Familie abstammt.
Als Psychologin und transpersonale Psychotherapeutin erforscht sie erweiterte Bewusstseinszustände und die therapeutischen Implikationen amazonischer Zeremonialtraditionen. Im Rahmen ihrer Arbeit zur Neuroarchitektur untersucht sie, wie zeremonielle Raumprinzipien zeitgenössische therapeutische Umgebungen und Healing Design beeinflussen.
Sie hält regelmäßig internationale Vorträge und beteiligt sich an Forschung und öffentlichen Debatten zu Psychedelika, indigenen Epistemologien, Heilung und ökologischer Bewusstheit.
Dr. Dominique Morisano ist klinische Psychologin für Kinder, Jugendliche und Erwachsene und in Ontario, New York, Connecticut, Oregon und Alberta zur Behandlung zugelassen. Ihre Ausbildung absolvierte sie an der Duke University, Brown University und McGill University, gefolgt von einem Postdoc-Stipendium zu Schizophrenie, Erwachsenentherapie und Suchtpsychiatrie an der University of Toronto und CAMH. Sie hatte akademische und klinische Funktionen unter anderem am mit der Columbia University verbundenen Child and Family Institute in New York, an der University of Toronto (OISE), an der Erasmus University in den Niederlanden sowie bei mehreren Organisationen im Bereich psychische Gesundheit in Kanada und den USA.
Ihr Arbeitsschwerpunkt liegt auf Zielen und Motivation, Versorgungsstrukturen in Psychiatrie und Suchthilfe, Implementierung bewährter Verfahren sowie psychedelikagestützten Therapien. Sie führt seit 2011 eine eigene psychologische Praxis und arbeitet als unabhängige Beraterin, Trainerin und Supervisorin im Bereich psychedelische Wissenschaft und Therapie für Organisationen wie Fluence Training, Journey Clinical, Beckley Retreats, Naropa University und Mind Foundation. Sie ist Mitgründerin und Vorsitzende des Vorstands der Non-Profit-Organisation Psychedelics R2R und hält Gast- bzw. Honorarprofessuren an der Erasmus University Rotterdam, am Centre for Addiction and Mental Health (CAMH), an der University of Toronto und der University of Ottawa.
Giorgio Samorini ist ein italienischer Ethnobotaniker und Ethnomykologe, der seit mehr als drei Jahrzehnten die traditionelle, historische und archäologische Verwendung psychoaktiver Pflanzen und Pilze erforscht.
Als unabhängiger Wissenschaftler hat er Feldforschung mit Gemeinschaften in Afrika, Lateinamerika, Asien und Europa durchgeführt und ist Chefredakteur von Eleusis: Journal of Psychoactive Plants & Compounds, einer der Pionierzeitschriften auf diesem Gebiet. Er ist Autor von Animals and Psychedelics: The Natural World and the Instinct to Alter Consciousness sowie zahlreicher Bücher und Artikel über psychoaktive Pilze, antike Kulte und Felsbilddarstellungen berauschender Pflanzen, darunter ein vielzitierter Überblick über die frühesten archäologischen Belege für Beziehungen zwischen Menschen und Psychedelika und eine aktuelle mehrteilige Studie zu Iboga und den Bwiti-Kulten in Äquatorialafrika.
Als Mitglied des Scientific Advisory Board der Psychedelia-Stiftung (Psychedelia Foundation) bringt er fundierte Expertise in Ethnobotanik, Kulturgeschichte und kulturübergreifender Nutzung psychoaktiver Pflanzen ein und trägt dazu bei, die Forschungs- und Bildungsarbeit der Stiftung auf eine solide anthropologische und historische Grundlage zu stellen.
Adriana D’Arienzo ist Ärztin und Fachärztin für Anästhesiologie und Intensivmedizin. Sie war als Oberärztin (Consultant) in der kardio-thorakalen Anästhesie sowie in Transplantationseinheiten an der Medizinischen Universität Wien tätig.
Parallel zu ihrer klinischen Arbeit entwickelte sie ein vertieftes Interesse an Neuropharmakologie und den neurowissenschaftlichen Grundlagen psychedelischer Substanzen und wirkte an mehreren peer-reviewten wissenschaftlichen Publikationen mit. 2021 veröffentlichte sie gemeinsam mit Giorgio Samorini das italienische, zweibändige Fachwerk „Terapie Psichedeliche“.
Seit ihrem Umzug nach Mallorca im Jahr 2019 arbeitet sie am Universitätskrankenhaus Son Llàtzer in Palma de Mallorca in der Abteilung für Anästhesiologie und Schmerzmedizin, mit Schwerpunkt auf der Behandlung chronischer Schmerzen und fortgeschrittener Neuromodulation.
Dr. phil. Claudia Müller-Ebeling studierte Kunstgeschichte, Ethnologie, Indologie und Literaturwissenschaft in Freiburg, Hamburg, Paris und Florenz. Promovierte in Kunstgeschichte über visionäre Malerei im 19. Jahrhundert am Beispiel des französischen symbolistischen Malers Odilon Redon.
Studienreisen zur Erforschung des Heilpflanzenwissens und Gebrauchs auf Guadeloupe (Karibik) und auf den Seychellen. Langjährige Erforschung des Schamanismus in Nepal mit vergleichenden Studien in Korea, im Amazonasgebiet von Peru und in Kolumbien.
Tätigkeiten:
Autorin diverser Artikel und Bücher zu kulturhistorischen, fernöstlichen und ethnologischen Themen (siehe Veröffentlichungen).
Lebt als freischaffende Wissenschaftlerin, Referentin (im In- und Ausland), Autorin und Übersetzerin in Hamburg.
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