Studie: Psilocybin reduziert aggressives Verhalten bei Mangroven-Kärpflingen

Ein Forschungsteam um Dayna Forsyth hat in einer in Frontiers in Behavioral Neuroscience veröffentlichten Studie untersucht, wie Psilocybin das Sozialverhalten des Mangroven-Kärpflings (Kryptolebias marmoratus) beeinflusst. Die Fischart gilt aufgrund ihres ausgeprägten Territorial- und Aggressionsverhaltens als geeignetes Modell für verhaltensbiologische Untersuchungen.

Für das Verhaltensexperiment wurden adulte Mangroven-Kärpflinge einmalig für 20 Minuten einer wasserbasierten Psilocybin-Konzentration von 3.000 Mikrogramm pro Liter ausgesetzt (während höhere Dosen von bis zu 12.000 µg/L zur Analyse der Gewebeabsorption untersucht wurden). In den anschließenden standardisierten Paarinteraktionen zeigte sich eine signifikante Abnahme von Aktivität und aggressiven „swimming bursts“ – kurze, schnelle Bewegungsmuster, die in diesem Versuchsmodell als Marker aggressiven Verhaltens gelten. Da die beobachteten Effekte trotz der genetischen Homogenität der Laborlinie eine hohe individuelle Variation aufwiesen, schlussfolgerten die Forschenden, dass die Wirkung weitgehend unabhängig vom jeweiligen Genotyp ist.

Nach Einschätzung der Autoren liefern die Ergebnisse weitere Hinweise darauf, dass Psilocybin in tierexperimentellen Modellen verhaltensmodulierende Effekte zeigen kann und eine präklinische Grundlage für zukünftige klinische Forschung bietet.

Forsyth D, Faraone N, Lamarre SG, Currie S (2026), The magic of mushrooms: psilocybin influences behavior in the mangrove rivulus fish, Kryptolebias marmoratus, Front. Behav. Neurosci. 20:1767175. doi: 10.3389/fnbeh.2026.1767175

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