Studie beschreibt erstmals umfassend den Stoffwechsel des Psychedelikums 25E-NBOH

Forschende haben erstmals ein umfassendes Stoffwechselprofil der neuen psychoaktiven Substanz (NPS) 25E-NBOH erstellt. Die Ergebnisse liefern eine Grundlage für künftige pharmakologische und toxikologische Untersuchungen und könnten die Identifizierung von Intoxikationen mit der Substanz unterstützen.

25E-NBOH (Syn. 2-(((4-ethyl-2,5-dimethoxyphenethyl)amino)methyl)phenol, 2C-E-NBOH, NBOH-2C-E) gehört zur Gruppe der N-Benzylphenethylamine, einer Klasse neuer psychoaktiver Substanzen, deren Zahl in den vergangenen Jahren stark zugenommen hat. Obwohl 25E-NBOH bereits seit etwa sieben Jahren auf dem Drogenmarkt verfügbar ist, ist bislang nur wenig über seine pharmakologischen und toxikologischen Eigenschaften bekannt.

Für die Studie untersuchten die Forschenden den Stoffwechsel von 25E-NBOH in drei Modellsystemen: menschlichen Lebermikrosomen, Urin von Wistar-Ratten sowie dem Pilz Cunninghamella elegans. Der Pilz enthält Enzyme, die denen von Säugetieren ähneln, und gilt als nachhaltige sowie ethisch günstige Alternative zu tierbasierten Stoffwechselmodellen.

Mithilfe einer ungezielten LC-HRMS/MS-Analyse annotierten die Forschenden insgesamt 56 Phase-I- und Phase-II-Metaboliten, von denen viele in mehreren Isomerformen vorkamen. Trotz stoffwechselbedingter Unterschiede zwischen den drei Modellsystemen traten mehrere häufige Metaboliten in allen Systemen auf. Zu den wichtigsten Stoffwechselreaktionen gehörten Hydroxylierungen an verschiedenen Positionen, O-Demethylierungen und N-Debenzylierungen sowie anschließende Konjugationen mit Glucuronsäure, Sulfat oder Glukose.

Zur strukturellen Absicherung synthetisierte das Team zehn Referenzsubstanzen und analysierte diese unter denselben Bedingungen wie die Proben. Sieben Referenzsubstanzen konnten anhand ihrer Retentionszeiten und MS/MS-Spektren eindeutig den nachgewiesenen Metaboliten zugeordnet werden. Dadurch war es möglich, deren Struktur zu bestimmen und Isomere voneinander zu unterscheiden. Darüber hinaus bestätigten die Forschenden mithilfe eines kommerziellen Referenzstandards, dass die psychoaktive Substanz 2C-E als Metabolit von 25E-NBOH entsteht.

Auf Grundlage der Ergebnisse sowie früherer Veröffentlichungen schlagen die Autoren außerdem drei Hauptbiomarker für den Nachweis von 25E-NBOH vor. Nach Einschätzung des Forschungsteams schafft die Studie damit eine belastbare Grundlage für weiterführende pharmakologische und toxikologische Untersuchungen und könnte die analytische Diagnostik bei Verdachtsfällen einer Intoxikation unterstützen.

Vágnerová M, Palivec P, Mrňavá M, Mizerová E, Jurásek B, Rimpelová S, Sácký J, Šíchová K, Vejmola Č, Páleníček T, Sýkora D, Kuchař M. (2026), Metabolic profile of 25E-NBOH in human liver microsomes, rat urine, and fungus Cunninghamella elegans, J Pharm Biomed Anal. 275: 117417.

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